Lesestoff - Bastian Atzger

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Lesestoff

Interessantes

In unserer heutigen multimedialen Welt ist das Lesen von Büchern leider  ein wenig aus der Mode gekommen. Wir haben zwar alle möglichen  Informationen stets zur Verfügung, doch wird der Mensch heutzutage eher  darauf getrimmt, aus einer Flut von Informationen die für sich  herauszupicken, die ihm im Moment wichtig erscheinen. Längere Texte, vor  allem auf einem bestimmten Niveau, sind aus diesem Grund - vor allem  zahlreichen jungen Menschen - kaum noch vermittelbar. Dabei lässt uns  gerade das Lesen in Tiefen der Fantasie abtauchen und weitreichende  Erkenntnisse gewinnen. Dennoch, oder vielleicht aus gerade diesem Grund,  möchte ich auf dieser Seite ein paar Bücher vorstellen, die mir  außerordentlich gefallen haben und die ich als Lesestoff empfehle.
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Politische Literatur


Franz Josef Strauß - Ein politisches Leben
Stefan Finger
2005, Olzog-Verlag

Die  bislang beste und fakten-orientierteste Biografie über eine der  unbestritten faszinierendsten und umstrittensten Persönlichkeiten der  deutschen Politik-Szene. Von denen, die ihn verstanden geliebt, von denen die ihn nicht verstanden (oder verstehen wollten) gehasst, kommt dieses Buch der Wahrheit über den CSU-Politiker näher als alles Andere  zuvor. Fakten belegen, dass Strauß kein Rechter war, sondern oft, durch  seine zünftige Sprechweise, von seinen Gegnern zu unrecht in diese Ecke gestellt wurde. Erst jetzt erschienene Unterlagen belegen seinen schweren Weg durch das Deutschland der Nachkriegszeit sowie das unfaire Spiel eines neidischen Verlegers Augstein, der aus niedrigsten Gründen und auf niedrigstem Niveau über den "Spiegel" einen persönlichen Feldzug  gegen einen der intelligentesten Politiker unserer Geschichte führte. Finger zeigt einen Franz Josef Strauß, wie man ihn in der Öffentlichkeit  bislang nicht wahrnahm.


Klassische Literatur


Les Misérables / Die Elenden
Victor Hugo
1862

Die  Elenden erzählt das Lebensgefühl im Frankreich des 19. Jahrhunderts an  der Geschichte des Jean Valjean. Für den Diebstahl eines Brotes als  junger Mann verurteilt, kehrt nach vielen Jahren in die Freiheit zurück.  Als Jean jedoch im Hause des Bischofs von Digne der Versuchung nicht  widerstehen kann und seinem Wohltäter das Tafelsilber stiehlt,  verschweigt dieser den Diebstahl vor der Polizei und schenkt Jean noch  zwei silberne Kerzenständer dazu. Überwältigt von soviel Güte,  beschließt Valjean, fortan ein christliches Leben zu führen. Er baut  sich unter falschem Namen eine neue Identität auf, gründet mit dem Erlös  aus den Silbersachen eine Fabrik, wird ein vermögender Mann und sogar  Bürgermeister und gibt sein Vermögen für die Unterstützung armer und  entrechteter Menschen aus. So setzt er auch alles daran, die todkranke  Fantine, eine junge Arbeiterin, und ihre kleine Tochter Cosette zu  retten. Doch da holt ihn die Vergangenheit in Gestalt des  Polizeiinspektors Javert ein, der seine wahre Identität herausgefunden  hat und ihn durch die Aufstände 1832 in Paris verfolgt bis er am Ende  erkennt, dass sich auch ein ehemaliger Sträfling zu einem guten Menschen  entwickeln kann. Ein wahres literarisches Meisterwerk, nicht umsonst  mehrfach verfilmt und als Musical verewigt, das man einfach gelesen  haben muss. Ein Werk, das uns zeigt, wie schwer und ungerecht das Leben  vor nicht einmal 200 Jahren inmitten Europas gewesen ist.


Belletristik


Es gibt hier nur zwei Richtungen, Mister
Reinhold Ziegler
1985, Beltz Verlag

Ziegler erzählt die Geschichte von Achim, der nach Amerika reist, den Kopf voller Träume von Unendlichkeit und Freiheit. Mit einem alten Straßenkreuzer und einem gebrauchten Saxofon nimmt er Kurs auf Kanada, fährt danach weiter bis zur Westküste und dann quer durchs Land zurück nach New York. Unterwegs trifft er die Ausreißerin Sparky. Nichts von dem, was Sparky erzählt, ist wahr, aber er ist der richtige Partner für Liebeskummer und Seelenfrust. Ein großartiges Buch der Sorte, die man in einem Rutsch durchlesen kann. Dabei bleibt es stets spannend und vermittelt einen sehr persönlichen Eindruck eines Nordamerikas hinter den Kulissen. Und auch wenn das Buch schon einige Jahre alt ist, so ist es genau das richtige Buch für alle die, die selbst schon einmal an eine solche Reise gedacht haben, oder einfach auf der Suche nach neuen Horizonten, neuen Erfahrungen oder sich selbst sind.


Der Bastian
Barbara Noack
1972


Der Bastian ist die Geschichte des Münchner Lehramtsstudenten Bastian Guthmann, der nach seinen letzten Examen die Freiheit vor dem Antritt seiner ersten Stelle genießt. Als seine Großmutter ins Krankenhaus eingeliefert wird, verliebt er sich in eine junge Ärztin, die er mit seiner unkonventionellen Art erobern kann. Bastian ist sehr gutmütig, und seine Hilfsbereitschaft bringt ihn öfter in unangenehme Situationen; so lässt er eine junge Mutter, mit der er vor Jahren ein Verhältnis hatte, bei sich wohnen, und „flüchtet“ schließlich zu seiner Freundin. Am Ende des Romans holt ihn die Wirklichkeit ein, und er muss sich ihr in Form seiner Anstellung als Grundschullehrer im Bayerischen Wald stellen. Ein Roman, der auf Basis von Drehbüchern zur gleichnamigen Fernsehserie mit Horst Janson geschrieben wurde. Sicher nicht das herausragendste Stück deutschsprachiger Literatur, aber doch nett zu lesen und darüber hinaus für mich namensgebend und daher Teil dieser Liste.


Reisen, Städte, Ausland


Was Sie schon immer über Stuttgart wissen wollten
Markus T. Mall
2001, Silber


Ein origineller Stadtführer, in dem man stundenlang schmökern, den man aber auch wie einen Roman durchlesen kann. Ein spritzig geschriebener Stadtführer für junge Stuttgarter und neu Zugezogene. Markus T. Mall beschreibt mit vielen Geschichten und Anekdoten nicht nur die schönen Seiten, sondern auch die Probleme Stuttgarts - frei nach Hölderlin: Wo Licht ist, wächst der Schatten auch. Ebenso erfahren die Stadtteile, die Geschichte, Architektur, Wein, Wasser und Küche, Verkehr, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft, die Städte der Region und, last but not least, der hiesige Menschenschlag eine angemessene Würdigung. Des Autors Ausgangspunkt ist die markante topographische Lage, über die Max Goldt einmal schrieb: "Für Leute, die Stuttgart nicht kennen: Da unten, also im Südwesten, ist irgendein olles Mickergebirge, und in dem Gebirge ist ein Loch. Und in dem Loch liegt Stuttgart." (Klappentext) Für mich ein Buch, um nette Hintergründe über meine alte Heimat zu erfahren und ein gelungener Ansatz, einen Reiseführer zum Lesestoff zu machen.


Fremdsprachige Bücher (englisch & spanisch)


Victus
Albert Sánchez Piñol
2012, Editorial La Campana

El escritor Albert Sánchez Piñol publica Victus, una ambiciosa novela histórica que aborda desde la perspectiva catalana la Guerra de Sucesión española hasta llegar a la "tragedia perfecta", un conflicto que puede considerarse como la primera de las contiendas mundiales y que termina el 11 de septiembre de 1714 con el apocalíptico asalto a Barcelona. También es la tragedia de Martí Zuviría, un joven barcelonés, alumno aventajado del marqués de Vauban, que se convierte en un genio de la ingeniería militar. Un tema que podría servir por una película de Hollywood, que describe el pensamiento de los catalanes y muestra el último episodio de un Cataluña libre.



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